Widerstehen Sie den Zinserhöhungen!

Donnerstag, 18. März 2010 von Eike Böttcher

Das Jahr 2010 startet mit guten Nachrichten: Nach Monaten der Zinssenkungsorgien wagen sich einige Geldhäuser wieder daran, die Zinsen behutsam anzuheben. Selbstverständlich wird dies von den Banken lautstark kommuniziert und keine vergisst zu erwähnen, dass man mit diesem kundenfreundlichen Schritt die besten Angebote am Markt offeriere.

Banken passen Zinsen für lange Festgeldlaufzeiten an

Die Zinserhöhungen fallen jedoch nur beim Festgeld an, und erstaunlicherweise sind es eher die längeren Laufzeiten, die besser verzinst werden. Die Credit Europe Bank zahlt ihren Kunden, die ihr Geld zwei, sieben oder gar zehn Jahre bei der Bank anlegen, jeweils 0,25 Prozentpunkte mehr als bisher. Die Citibank, die die Festgeldkonditionen wöchentlich anpasst, hat ebenfalls die Zinsen für Laufzeiten ab zwei Jahre erhöht. Die lange laufenden Festgelder erscheinen umso attraktiver, da im Gegenzug bei der Citibank die kürzeren Laufzeiten mit einer Zinssenkung versehen wurden.

Jetzt zuschlagen, bevor die Zinsen wieder sinken?

Da könnte sich der Kleinanleger eigentlich freuen. “Zuschlagen!”, möchte man meinen, jedenfalls solange der Mut der Banken zur Zinserhöhung noch anhält. Die Finanzkrise hat gezeigt, wie schnell das wieder in sinkende Zinsen umschlagen kann. All jenen, die so denken, sei aber zur Vorsicht geraten. Die Banken erhöhen die Zinsen nicht grundlos nur für Laufzeiten von zwei Jahren und mehr. Das kurz laufende Festgelder und Tagesgeldkonten (noch) nicht betroffen sind, könnte darin begründet liegen, dass steigende Anlagezinsen quasi in der Luft liegen.

Zinserhöhungen auch für Tagesgeld spätestens zum Jahresende

Es wird nicht heute sein und auch nicht morgen. Optimisten gehen jedoch von einem steigenden Leitzins im Sommer aus, wenn der Wechselkurs vom Euro zum Dollar halbwegs stabil bleibt. Spätestens aber zum Jahresende könnte die Europäische Zentralbank die Märkte vom billigen Geld entwöhnen. Dann würde auch der Sparer wieder mehr für sein Geld von der Bank verlangen können. Schlecht, wer da noch mehrere Jahre in einem schlecht verzinsten Festgeld im wahrsten Sinne des Wortes fest sitzt. Für die nächsten Monate heißt es also: Immer mal die aktuellen Angebote vergleichen und bei der Geldanlage flexibel bleiben, zum Beispiel mit einem Tagesgeldkonto.

Eine Antwort auf “Widerstehen Sie den Zinserhöhungen!”

  1. Berliner sagt:

    Danke für den Tipp.

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